Foto: Archiv
Scan aus der PROTECTOR Ausgabe September/1979.

Rückblicke/Ausblicke

Unheilige Taten

Heute befasst sich unsere Archiv-Rubrik mit besonderen Tatorten: Kirchen. Gotteshäuser sind aufgrund der darin befindlichen Kunstschätze und Werte ein häufiges Ziel von Dieben und Einbrechern. Das war schon in den 70er-Jahren so, wie ein Blick in die September-Ausgabe 1979 zeigt.

Seit nunmehr gut zehn Jahren wirft das Redaktionsteam von PROTECTOR & WIK immer wieder einen Blick in das 45 Jahre zurück reichende Archiv des Heftes. Die interessantesten historischen Fundstücke, Kuriositäten und Zeitzeugnisse präsentieren wir in jeder Ausgabe im „Abspann“. Sofern möglich und angebracht versehen wir die Archivtexte mit einem aktuellen Bezug zu Jetztzeit. Die besten dieser bisher Heft-exklusiven Archiv-Beiträge stehen nun auch online auf Sicherheit.info zur Verfügung.

Unheilige Taten

Wenn man an Diebstahl und Einbruch denkt, dann kommen zuerst lukrative Tatorte wie Banken, Juweliere oder Privatvillen in den Sinn. Diese sind in der Regel relativ gut geschützt. Aber nicht nur die Statistik zeigt, dass es unzählige weitere potenzielle Ziele für Kriminelle gibt. Und manche der Ziele beherbergen nicht nur materielle Werte, darunter etwa Museen oder Kirchen, die nach wie vor häufig Opfer von Diebstahl und Einbruch werden. Diesem Thema widmete sich der PROTECTOR schon in der September-Ausgabe des Jahres 1979. Neben der Bedrohungslage befasste sich der Artikel im Kern mit „Sicherungsmaßnahmen für Kirchen“.

Die Lage war damals im Grunde wie heute: Kirchen stellen aufgrund ihrer Bauweise, der verwendeten Materialien und der Nutzung als teilweise offene Häuser besondere Anforderungen an organisatorische und technische Maßnahmen. Mechanische Sicherungen lassen sich meist gut umsetzen, etwa das Vergittern von Fenstern oder das Verschrauben von Kunstwerken oder Figuren, so dass sie nicht ohne weiteres entwendet werden können. Interessant zu lesen sind in dem Beitrag allerdings die Hindernisse, mit denen es die elektronische Sicherheitstechnik zu tun hatte. Dazu zählten die Fenster, die sich teilweise aufgrund ihrer schieren Größe schlecht per Alarmsystem überwachen ließen oder bei denen das Bleiglas für Probleme bei Glasbruchmeldern sorgte. Erschütterungsmelder waren dagegen zu störanfällig. Auch auf ungewöhnliche Einflüsse musste man achten, wie etwa Fledermäuse, die Bewegungsmelder störten

Auch heute ist das teilweise noch Thema, gleichzeitig muss man sagen, dass die Alarmsysteme deutlich störunempfindlicher geworden sind. Auch vereinfachte die Funktechnik die Absicherung denkmalgeschützter Bauten wesentlich. Die Bedrohungslage hingegen ist ungemindert. Jedes Jahr ereignen sich Tausende Fälle von Kirchendiebstahl.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich in der Printausgabe 10/2018 von PROTECTOR & WIK.

Der Security Transformation Day von ADN befasst sich damit, wie aus IT-Resellern künftig Managed Security Service Provider werden können.
Foto: ADN

Veranstaltungen

Infotag zum Thema Sicherheit als Service

Der Security Transformation Day von ADN befasst sich damit, wie aus IT-Resellern künftig Managed Security Service Provider werden können.

Der BDSW fordert insbesondere Objektschutzaufgaben, den Schutz von Lieferketten, die Sicherstellung der Bargeldversorgung und die Durchführung von Luftsicherheitskontrollen Berücksichtigung im geplanten Kritis-Dachgesetz.
Foto: Kötter

Verbände

Sicherheitswirtschaft fordert Berücksichtigung im Kritis-Dachgesetz

Im Rahmen der 56. Jahresmitgliederversammlung in Berlin hat sich der BDSW  intensiv mit dem Schutz Kritischer Infrastrukturen (Kritis) befasst.

HID veröffentlicht einen Trendreport zu Innovationen und Herausforderungen in der Sicherheitsbranche.
Foto: denphumi - Fotolia.com

Märkte

Trendreport zu Innovationen und Herausforderungen

Eine aktuelle HID-Umfrage befasst sich mit Trends und Sorgen der Sicherheitsbranche. Was der „State of the Security Industry Report“ genau prognostiziert.

Neue Studie der Deutschen Bundesbank: Wie sieht die Zukunft des Bargeldes aus?
Foto: grafikplusfoto - stock.adobe.com

Märkte

Neue Studie zur „Zukunft des Bargeldes“

Wie sieht die Zukunft des Bargeldes aus? Damit befasst sich die neue Studie der Deutschen Bundesbank. Die BDGW begrüßt das Ergebnis.