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Katastrophenmanagement

Wird das Coronavirus über Bargeld übertragen?

China hat wegen des Coronavirus angeblich Bargeld zur Desinfektion eingezogen. Die BDGW sieht ein Forschungsprojekt für Not- und Krisenfälle bestätigt.

Mehrere Medien berichteten in der letzten Woche, dass China die im Umlauf befindlichen gebrauchten Banknoten wegen des Coronavirus vorsorglich zur Desinfektion, Versiegelung und 14-tägigen Einlagerung vorübergehend eingezogen habe.

Bislang keine Hinweise auf Übertragung des Coronavirus über Bargeld

„Wir können zur konkreten Situation in China nichts sagen. Wir verweisen aber auf Presseveröffentlichungen der Deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank, wonach es bisher keine Anhaltspunkte für eine Übertragung des Coronavirus über unser Bargeld gibt“, so der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW), Dr. Harald Olschok.

Auch das Robert Koch-Institut (RKI) - Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten unter Aufsicht des Bundesministeriums für Gesundheit - teilte mit, dass eine Übertragung des Coronavirus über trockene (unbelebte) Oberflächen bisher nicht festgestellt werden konnte.

Sicherheitsforschungsprojekt zur Resilienz der Bargeldversorgung startet

Fast zeitgleich mit dem verstärkten Auftreten des Coronavirus startet das Sicherheitsforschungsprojekt "Resilienz der Bargeldversorgung - Sicherheitskonzepte für Not- und Krisenfälle“ (Basic). Als die BDGW vor circa eineinhalb Jahren mit den Vorarbeiten für das Projekt begonnen hat, ahnte niemand, dass der Start des Projekts mehr oder weniger mit dem Eintreten eines Krisenfalls zusammenfallen würde. „Dieses Szenario ist nun leider naheliegend und das wiederum zeigt uns, wie wichtig unser Forschungsprojekt ist“, erklärt Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer der BDGW.

Projekt für gut organisierte Bargeldversorgung

In den nächsten drei Jahren will die BDGW gemeinsam mit den anderen Projektpartnern, unter anderem der Deutschen Bundesbank, ein Sicherheitsrahmenkonzept für die Bargeldakteure erarbeiten. „Die Notwendigkeit für dieses Konzept liegt auf der Hand: Stromausfälle, Cyberattacken und jetzt auch noch eine Epidemie beziehungsweise vielleicht auch noch Pandemie“, so Olschok.

Das Bundesforschungsministerium hat das Datenblatt des Projektes eingestellt, das über Motivation, Ziele und Vorgaben sowie Innovationen und Perspektiven von Basic informiert:

„Wir sind sicher, dass das Projekt deutlich machen wird, wie wichtig eine gut organisierte Bargeldversorgung ist und dass alle Akteure – zu denen maßgeblich auch die Mitgliedsunternehmen der BDGW zählen -, unverzichtbare Bestandteile der Kritischen Infrastrukturen sind“, so Olschok.

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Öffentliche Sicherheit

Bargeldversorgung in Krisenzeiten

Das Projekt „Basic“ forscht zum Thema Bargeldversorgung in Krisenzeiten und kann jetzt erste Ergebnisse vorlegen.

Wie lange kann man im Krisenfall noch Bargeld abheben? Das Projekt Basic untersuchte die Resilienz der Bargeldversorgung.
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Sicherheitskonzepte

Wie resilient ist die Bargeldversorgung im Krisenfall?

Nach drei Jahren geht das Projekt „Basic“ zu Ende, in dem die Resilienz der Bargeldversorgung, besonders in Not- und Krisenfällen, untersucht  und ein Sicherheitskonzept entwickelt wurde.

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Märkte

Hat Bargeld noch eine Zukunft?

Die Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wert-dienste e.V. (BDGW) veranstaltete eine Diskussionsrunde zum Thema Zukunft des Bargeldes.

Im Forschungsprojekt Kimono untersuchen Wissenschaftler, wie sich Fake News und Desinformationskampagnen schnell und zuverlässig erkennen lassen.
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Öffentliche Sicherheit

Kimono: Gemeinsam gegen Desinformation und Fake News

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