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Verbände 8. Februar 2021

Sicherheitsdienstleister im Rettungspaket berücksichtigen

Die Sicherheitsdienstleister dürfen beim Rettungspaket für Flughäfen nicht vergessen werden, so der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS).

Das finanzielle Rettungspaket, das im Zuge der Coronapandemie geschnürt wurde, sollte auch die Sicherheitsdienstleister an Flughäfen berücksichtigen.
Das finanzielle Rettungspaket, das im Zuge der Coronapandemie geschnürt wurde, sollte auch die Sicherheitsdienstleister an Flughäfen berücksichtigen.

Nachdem die Finanz- und Verkehrsminister der Länder Zusagen zum Rettungspaket für die deutschen Flughäfen gemacht haben, ist nun der Bund gefordert, seinerseits alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um die deutsche Luftfahrt, zu der auch die Sicherheitsdienstleister einen Beitrag leisten, zu unterstützen. Damit dies umfänglich und sinnvoll geschehen könne, dürfe bei den anstehenden Entscheidungen über finanzielle Hilfen die Luftsicherheitsunternehmen nicht vergessen werden, so BDLS-Präsident Udo Hansen. Die Unternehmen, die in allen Bereichen der Luftfahrt für Sicherheit und reibungslose Abläufe sorgen sollten, stünden nämlich ebenfalls vor riesigen Problemen.

Rettungspaket für die deutschen Flughäfen soll auch Sicherheitsdienstleister berücksichtigen

Wie Hansen im Rahmen des letzten Luftverkehrsgipfels vortrug, sind die Dienstleister im Luftsicherheitsbereich ebenso stark von den massiven Rückgängen im Luftverkehr betroffen wie Flughäfen und Airlines – viele dieser Unternehmen, die gewährleisten, dass ein sicherer Luftverkehr überhaupt erst möglich ist, kämpfen aktuell um ihre Existenz. Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung der am Flugverkehr beteiligten Akteure dürften deshalb auch die Sicherheitsdienstleister nicht unberücksichtigt lassen.

Luftsicherheitsaufgaben sind Dienstleistungen, die zu über 80 Prozent aus Personalkosten bestehen - um zu überleben, müssen die Unternehmen zwangsläufig die personellen Kapazitäten irgendwann der tatsächlichen Nachfrage anpassen. Diese Nachfrage ist im Winterhalbjahr ohnehin immer geringer als in den Sommermonaten und wird nun durch Corona noch einmal drastisch reduziert. In den letzten Monaten haben die Luftsicherheitsunternehmen alles versucht, um so viele Beschäftigte wie möglich halten zu können.

Man wisse, dass die meisten anderen Branchen ebenfalls mit massiven Problemen zu kämpfen hätten. In ihrem Fall dürfe man aber einen weiteren – entscheidenden - Faktor nicht vergessen: Ein Aufschwung des Luftverkehrs in sechs oder neun Monaten würde, wenn keine finanziellen Hilfen für die Unternehmen erfolgten, zwangsläufig auf stark verminderte personelle Kapazitäten bei den Luftsicherheitsunternehmen treffen - was den dringend notwendigen Aufschwung behindern würde, so Hansen. Auch ein verringertes Flugaufkommen würde beispielsweise zu Spitzenzeiten in den Sommerferien unzureichenden Kapazitäten am Boden gegenüberstehen. Es wäre mit hohen Wartezeiten, einer starken Frustration bei Fluggästen, Mitarbeitern sowie starken Belastungen der verbliebenen Beschäftigten zu rechnen.

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Udo Hansen, Präsidenten des BDLS
Udo Hansen, Präsidenten des BDLS

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