Foto: Nürnbergmesse
Stefan Dittrich, Veranstaltungsleiter Feuertrutz, Nürnbergmesse (links), und Günter Ruhe, Organisator Brandschutzkongress, Feuertrutz Network.

Interview zur Feuertrutz 2015

„Passgenaue Informationen für Brandschützer“

Am 18. und 19. Februar 2015 findet die Feuertrutz zum fünften Mal statt. Die Fachmesse mit begleitendem Kongress bringt einmal im Jahr Brandschutzprofis im Messezentrum Nürnberg zusammen. Im Interview geben die Messe- und Kongressorganisatoren Stefan Dittrich und Günter Ruhe einen Ausblick auf Themen und Programm.

Die Feuertrutz findet zum fünften Mal als Veranstaltungsdoppel aus Messe und Kongress statt. Was erwartet die Fachbesucher auf der Feuertrutz 2015?

Stefan Dittrich: Weit über 200 Aussteller präsentieren Produkte, Lösungen und Ideen, darunter zahlreiche neue Aussteller aus dem In- und Ausland. Damit verzeichnet die Feuertrutz einen erneuten Rekord. Das Rahmenprogramm wächst mit: Zwei Kompakt-Seminare, Workshops und die beliebten Aussteller-Fachforen bieten noch mehr Fachwissen. Neu sind spannende Live-Demonstrationen. Ganz gleich ob Produktneuheiten, Trends oder ganz spezifisches Know-how, zum Beispiel für Bauausführende oder Architekten – auf der Feuertrutz finden alle am Brandschutz Beteiligten einen umfassenden Marktüberblick und kompakte, passgenaue Informationen. Für die Vorbereitung steht ihnen übrigens wieder die Feuertrutz-App mit der praktischen Ausstellerübersicht und die mobile Website zur Verfügung. Messe- und Kongresstermine lassen sich bereits im Vorfeld schnell und einfach vereinbaren.

Günter Ruhe: Der Kongress erweitert das umfassende Angebot der Fachmesse. Hier erfahren die Teilnehmer, was die aktuellen Entwicklungen im Brandschutzrecht für ihre Arbeit bedeuten, wie sie typische Fehler in Konzepten vermeiden oder mit Abweichungen und Erleichterungen umgehen. Extrapolierte bauaufsichtliche Prüfzeugnisse und der Brandschutz bei Wärmedämmverbundsystemen stehen ebenfalls auf der Agenda und auch in diesem Jahr erhalten die Teilnehmer ausführliche Informationen zum Bauen im Bestand. Nachdem der Kongress in den vergangenen Jahren stets ausgebucht war, belegt er jetzt zusätzlich die Halle 11.0 – mit direkter Anbindung an die Messe.

Zur Feuertrutz 2015 haben sich so viele Aussteller angemeldet wie noch nie. Welche Bereiche des vorbeugenden Brandschutzes sind besonders stark vertreten?

Stefan Dittrich: Wie gewohnt finden die Fachbesucher zahlreiche namhafte Unternehmen und innovative Firmen aus den verschiedenen Bereichen. Neben dem baulichen und anlagentechnischen Brandschutz spielt der organisatorische Brandschutz eine wichtige Rolle. Anmeldungen von Neuausstellern wie Apollo Fire Detectors, Bavaria Brandschutz, Sika, Paroc oder Atral-Secal sorgen dieses Jahr in Kombination mit zahlreichen Standflächenvergrößerungen für weiteres Wachstum. Zuwachs verzeichnen wir insbesondere bei den internationalen Ausstellern. Nachdem die Feuertrutz im letzten Jahr in die Hallen 10.0 und 10.1 umgezogen ist, sind beide Messehallen zur Feuertrutz 2015 fast komplett belegt.

Die Feuertrutz steht dieses Jahr wieder unter dem Motto „Mehr Wissen, mehr Austausch, mehr Qualität erleben“. Was bedeutet das für den Besucher konkret?

Stefan Dittrich: Wir sprechen damit vor allem das Rahmenprogramm an. Es ist noch umfangreicher und bietet neben bewährten Elementen viele zusätzliche, neue Angebote. Zum einen zwei Kompakt-Seminare, die das Thema Brandschutz aus dem Blickwinkel einzelner Berufsgruppen beleuchten: Architekten, Planer und Vertreter von Genehmigungsbehörden finden hier fachspezifische Expertenvorträge zum Brandschutz in Bayern. Auch die am Innenausbau Beteiligten, zum Beispiel Trockenbauer, Elektriker, Isolierer und Lüftungsbauer, treffen sich zu einem eigenen Seminar, in dem Fachleute auf die konkreten Herausforderungen für diese Gewerke eingehen.

In beiden Messehallen sind die Aussteller-Fachforen ein Ankerpunkt für alle, die sich in Sachen Brandschutz auf den aktuellen Stand bringen möchten. Während der gesamten Laufzeit präsentieren Aussteller in den Foren Produkte und aktuelle Trends. Vortragsreihen zum Brandschutz in Beherbergungsstätten und im Holzbau bilden eigene Blöcke. Gerade hier kommt es auf konsequente Brandschutzplanung an.

Günter Ruhe: Neu ist der Workshop „German Fire Protection“. Brandschutzexperten aus dem Ausland, die sich für die Struktur der deutschen Branche interessieren, sollten sich den Termin am ersten Messetag vormerken. Für diese Besucher stehen erstmals App, Katalog und Online-Ausstellerverzeichnis auch in englischer Sprache zur Verfügung. Im Rahmen der Informationsveranstaltung „Brandschutz Trends“ werden erstmals Ergebnisse aus aktuellen Erhebungen zum hiesigen Brandschutzmarkt vorgestellt. Hier erhalten die Teilnehmer Einblicke in die Branchenstruktur und Ausblicke auf zukünftige Entwicklungen.

Zahlreiche Regeln und Vorschriften im Brandschutzrecht haben sich geändert. Im Kongress diskutieren die Teilnehmer, was die Neuerungen in der Praxis bedeuten. Welche Schwerpunkte setzt der Brandschutzkongress in diesem Jahr?

Günter Ruhe: Das Motto lautet „Brandschutz auf dem Prüfstand“, da gerade die Brandschutzkonzeption heute mehr denn je Fachwissen erfordert – aber auch den Dialog mit allen Beteiligten. Hier liegt der Schlüssel zum Erfolg. Denn die Auswahl geeigneter Brandschutzmaßnahmen ist nicht immer konkret festgeschrieben. Vielmehr ist Brandschutz häufig Konzeptions- und damit Diskussionssache. Mitunter kommt es aber auch zu Fehlentscheidungen, schließlich ändern sich beispielsweise Bewertungen im Laufe der Jahre. Durch eine Professionalisierung der Ausbildung wurde bereits viel erreicht, doch Fachplaner und Prüfingenieure stehen vor neuen Herausforderungen: Auch der zunehmende Einsatz technischer Anlagen in Gebäuden erfordert ein Umdenken bei der Brandschutzkonzeption. Ich rechne damit, dass sich die Branche mit diesen Fragen kritisch auseinandersetzen wird.

Stefan Dittrich (links), Leiter der Feuertrutz bei der Nürnberg Messe, hier beim Pressegespräch zur Feuertrutz 2022, freut sich bereits auf die Neuauflag der Messe im Juni.
Foto: Nürnberg Messe / Thomas Geiger

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Foto: Ekey Biometric Systems

Zutrittskontrolle

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