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Notrufsysteme

Notfallkonzepte für öffentliche Gebäude

Die Sicherheit in öffentlichen Gebäuden lässt sich durch Notfallkonzepte unter Einsatz von Notfall- und Gefahren-Reaktions-Systemen (NGRS) realisieren.

Bildungseinrichtungen und öffentliche Gebäude sind immer wieder von kritischen Ereignissen und Gewaltvorfällen betroffen; umso wichtiger ist es, Sicherheits- und Notfallkonzepte an stetig wachsende Anforderungen anzupassen.

Der Einsatz von NGRS erleichtert die Abwicklung von kritischen Situationen und unterstützt bei der Umsetzung von Notfallkonzepten. Mit der Einführung der Vornorm DIN VDE V 0827 existieren konkrete Vorgaben für Alarmierungseinrichtungen, welche die Anforderungen an technische Systeme zur Bewältigung von Notfällen und Gefahrensituationen in Schulen und öffentlichen Gebäuden definieren.

Unterschiedliche öffentliche Gebäude - unterschiedliche Anforderungen

Gewalttaten, Anschläge oder Amokläufe sind besonders für öffentliche Einrichtungen wie Behörden oder Schulen ein wichtiges und aktuelles Thema. Auch private Gebäude wie Krankenhäuser, Einkaufszentren oder Unternehmen können betroffen sein. Der Einsatz von NGRS verfolgt das Ziel, den Schutz von Leib und Leben zu gewährleisten. Jeder NGRS-Anwendungsbereich erfordert besondere Maßnahmen.

Notfallkonzepte an Schulen

An Schulen gehen Sicherheitsrisiken und Gefahren von diversen Quellen aus: bauliche Mängel, fehlende Kommunikationseinrichtungen, aber auch Konflikte zwischen Heranwachsenden oder mit dem Lehrpersonal. Eine reibungslose Kommunikation im Gebäude deeskaliert angespannte Situationen. Hierfür werden verschiedene Elemente miteinander koordiniert. Dazu zählen unter anderem Klassen- und Lehrerzimmer, Funktionsräume, Sekretariat, Schulleitung, Flure, Treppenhäuser, Pausenhof, Parkplätze sowie Türen und Einfahrten. NGRS-Lösungen eignen sich sowohl für alltägliche Geschehnisse wie Unfälle als auch für extreme Gefahrensituationen wie einen Amoklauf. Neben Sicherheitsstandards nach DIN VDE V 0827 können Prozesse der Schulorganisation wie die Integration von ELA-Anlagen, Zutrittskontrollsystemen, Brandmeldeanlagen oder ähnliches in eine zentrale NGRS-Steuerung erfolgen.

Öffentliche Einrichtungen schützen

Sicherheitskonzepte für Behörden sowie andere öffentliche Einrichtungen umfassen personelle, organisatorische und bauliche Aspekte. Regelmäßige Schulungen von Mitarbeitern sowie ein intelligentes Notfall- und Kommunikationskonzept stellen ein Gefühl von Sicherheit her und erleichtern den Umgang mit Gefahrensituationen. Mit NGRS wird eine vernetzte Systemlösung im Rahmen einer modernen Gebäudeleittechnik realisiert. Das System bündelt mehrere Funktionen: Videoüberwachung, Notrufauslösung und Kommunikation.

Einkaufszentren mit großem Publikumsverkehr

In Einkaufszentren kommen täglich große Menschenmengen zusammen. Jedoch kennen die wenigsten Besucher die möglichen Fluchtwege oder das System der Fluchtwegbeschilderung. Der Einsatz von NGRS leistet schnelle Hilfe mit System. Videokameras vor Ort dienen der Lageermittlung. Sekundenschnell werden gefährdete Personen mittels Live-Durchsagen oder automatischen Sprachnachrichten informiert, über Zutrittsorganisation und Evakuierungsalarm aus dem Gebäude geleitet und Rettungskräfte koordiniert.

Den richtigen Bedarf ermitteln

Für welchen NGRS-Sicherheitsgrad ist das Gebäude ausgelegt und welches System ist das Richtige? Diese und andere Fragen stehen zu Beginn des Planungsprozesses im Mittelpunkt. Mit hilfreichen Tools unterstützen Anbieter von NGRS Planer und Errichter bei der Suche nach einer geeigneten Lösung. Ein solches Tool stellt zum Beispiel ein ausführlicher Fragekatalog dar. Dieser führt im Vorfeld eine „Online-Bedarfsanalyse“ durch und klärt grundlegende Fragen nach Objektgröße, Raumgestaltung und -anzahl, Gebäudetyp, NGRS-Sicherheitsbedarf und so weiter. Eine Sicherheitsmatrix ist eine weitere Methode der Risikobeurteilung. Nach der Bewertung folgt die Auswahl der geeigneten technischen Systeme, welche dem jeweiligen Sicherheitsgrad der Einrichtung entsprechen.

Die passende Lösung konfigurieren

Je nach Sicherheitsgrad (eins bis drei), erfordert ein NGRS eine zentrale Steuerung und fest installierte NGRS-Sprechstellen. Eine webbasierende Lösung wie Saas (Software-as-a-Service) optimiert Arbeitsabläufe durch eine schnelle und zielgerichtete Informationsverteilung. Alarmieren, informieren und koordinieren – in einer Gefahrensituation ist ein schneller und unkomplizierter Ablauf unbedingt erforderlich. Die Direktrufnummer der zuständigen Stelle (Leitstelle, Sekretariat) ist in dem zugeordneten NGRS-Melder oder der jeweiligen Ruftaste der NGRS-Sprechstelle hinterlegt.

Dies gewährleistet eine schnelle Alarmierung ohne Umwege. Die Sprechstelle verfügt in der Standardausführung über einen leistungsstarken Lautsprecher, eine Notruftaste hinter einer Glasbruchscheibe, ein Mikrofon und eine Statusanzeige mit drei LEDs. Besteht die zentrale Steuerung aus verschiedenen Bausteinen, wird das NGRS in seiner Funktion flexibel an die Gebäudesituation angepasst. Auf diese Weise bleibt der Kostenaufwand effizient. Es wird nur das bezahlt, was benötigt wird.

Elena Belenkaja, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Telecom Behnke GmbH

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