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Foto: Protekt
Der Schutz Kritischer Infrastrukturen ist das zentrale Thema der  Konferenz Protekt Anfang November in Leipzig.

Veranstaltungen

Konferenz für den Schutz Kritischer Infrastrukturen

Vom10. bis 11. November 2021 widmet sich die Konferenz Protekt 2021 in Leipzig der Krisenprävention und -bewältigung in Kritischen Infrastrukturen (Kritis).

Vom Katastrophenschutz über Krisenmanagement bis hin zur Gebäudesicherung: Auf der Protekt spielt der physische Schutz von elementaren Infrastrukturen ebenso wie die IT-Sicherheit von Kritis-Unternehmen eine bedeutende Rolle. In diesem Jahr versammelt die etablierte Konferenz einmal mehr eine Vielzahl an Experten, die Kritis-Betreibern aller Sektoren wichtiges Knowhow vermitteln.

Zu den Highlights zählen eine Keynote von RKI-Präsident Prof. Dr. Dr. Lothar H. Wieler, ein hochkarätig besetzter Round-Table zu dem sehr aktuellen Themenkomplex Krisenbewältigung und Katastrophenschutz sowie Praxiserfahrungen aus Versorgungsausfällen in München und Jena. Das Robert Koch-Institut (RKI) ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention. Während der COVID-19-Pandemie stand das RKI im besonderen Fokus der Öffentlichkeit. Präsident Prof. Dr. Dr. Lothar H. Wieler wird in seinem Vortrag einen Rückblick auf den bisherigen Verlauf der SARS-CoV-2-Pandemie geben und auf zukünftige Herausforderungen eingehen.

Round-Table zu Krisenbewältigung und Katastrophenschutz

Vor dem Hintergrund der Flutkatastrophe im vergangenen Sommer haben die Themen Katastrophenschutz und Krisenbewältigung auch in der breiten Öffentlichkeit Fahrt aufgenommen. Insbesondere Meldeketten und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Institutionen stand in der Diskussion. Zur Protekt treffen hochrangige Vertreter in einer Round-Table-Diskussion zusammen, um gemeinsam auszuloten, wie sich Deutschland für zukünftige Katastrophen besser wappnen kann. Der Teilnehmerkreis setzt sich zusammen aus Albrecht Prinz von Croy (Vizepräsident des Malteser Hilfsdienstes), Gerd Friedsam (Präsident des Technischen Hilfswerks) und Generalleutnant Martin Schelleis (Inspekteur der Streitkräftebasis und Nationaler Territorialer Befehlshaber). Zusätzlich angefragt ist der Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster.

Wirksames Krisenmanagement in Theorie und Praxis

Ein effektives Krisenmanagement gehört zu den wichtigsten Maßnahmen beim Schutz kritischer Infrastrukturen. Doch wie baut man ein solches Krisenmanagement auf und setzt es schließlich um? Am zweiten Konferenztag der Protekt wird ein mehrstündiger Praxis-Workshop Schritt für Schritt aufzeigen, auf welche Elemente es ankommt. Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmer für die Krisenprävention zu sensibilisieren und ihnen Handlungsableitungen für das eigene Unternehmensfeld zu ermöglichen. Gemeinsam erarbeiten sie in drei aufeinander aufbauenden Elementen ein betriebliches Krisenmanagement und simulieren einen Krisenstab.

Praxisbeispiele zu Versorgungsausfällen von Kritis

Auf der Protekt erhalten Teilnehmer aus erster Hand Erfahrungsberichte von Institutionen, die von einem Versorgungsausfall direkt betroffen waren. Andreas Mattivi von den Stadtwerken München wird am Beispiel eines Stromausfalls im Mai dieses Jahres aufzeigen, welche Auswirkungen ein Angriff auf die kritischen Infrastrukturen einer Großstadt haben kann. Über eine Unterbrechung der Fernwärmeversorgung in Jena-Nord im vergangenen Februar spricht Gunar Schmidt von den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck. Bei diesem Vorfall mussten 6.500 Haushalte bei Temperaturen im zweistelligen Minusbereich ohne Fernwärme auskommen, woraufhin die Stadt Jena den Katastrophenalarm ausrief.

Über die Blackout-Vorsorge in Österreich und die bestehenden Unterschiede zu Deutschland berichtet Herbert Saurugg, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Krisenvorsorge (GfKV).

Großveranstaltungen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial

Um bei technischen Unfällen, Gewaltlagen und Naturereignissen während Großveranstaltungen eine qualifizierte Gefahrenabwehr durchzuführen, bedarf es bereits zu Beginn der Planungsphase einer adäquaten Organisationsstruktur. Verantwortlichkeiten auch unterhalb der Schwelle der behördlichen Einsatzleitung müssen definiert werden, was ein fehlendes Veranstaltungsgesetz sowie die föderale, heterogene Gesetzeslage erschweren. In einer solchen notwendigen Krisenstruktur wird Unternehmen der KRITIS-Sektoren eine besondere Relevanz zuteil. Olaf Jastrob, 1. Vorsitzender im Deutschen Expertenrat Besuchersicherheit e.V. (DEB) wird in seinem Vortrag erläutern, wie sicherheitsrelevante Organisationsstrukturen bei Großveranstaltungen gewährleistet werden können.

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Große thematische Bandbreite von Gebäudesicherung bis KI

Neben den Beiträgen im Plenum erwarten die Teilnehmer im Track Corporate Security zahlreiche weitere Vorträge zu KRITIS-relevanten Themen. Im Fokus stehen beispielsweise der Umgang mit Stressbelastung bei Führungs- und Einsatzkräften aus dem Sicherheitsbereich, rechtliche Fragen bei der Drohnenabwehr, die Fragilität von Lieferketten und der Einsatz von künstlicher Intelligenz bei Leitstellen. Darüber hinaus behandelt werden unter anderem die Verwendung von Glas bei der Gebäudesicherung, die Anforderungen an gesicherte Ferndienstleistungen und der Zufahrtsschutz. Ein Vertreter der Axel Springer SE berichtet außerdem über die Erfahrungen des Unternehmens mit Gesichtserkennung als Zutrittskontrollsystem.

Hygienekonzept sorgt für sichere Rahmenbedingungen

Die Sicherheit der Teilnehmer, Referenten, Aussteller und Beschäftigten hat höchste Priorität. Deshalb wird es zur Protekt 2021 in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Stadt Leipzig eine aktuelle Version des praxiserprobten Hygienekonzepts Safeexpo geben, die auf der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung und den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) beruht.

Das aktuelle Konferenzprogramm der Protekt 2021 finden interessierte auf der Homepage der Konferenz.

Round Table "Die Sicht der Banken, des Handels und der Verbraucher": (v. l.) Ralf-Christoph Arnoldt, Michaela Schröder, Moderator Oliver Arning, Ulrich Binnebößel und Stefan Hardt.
Foto: BDGW 

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